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Herbst 2012

Unsere Hochzeitsreise ins Burgenland

Am 9. September 2012 sind mein Schatz und ich auf Hochzeitsreise gefahren:
für eine ganze Woche nach Podersdorf im Burgenland.

Bevor ich mit Maria zusammen war, war ich 20 Jahre nicht mehr auf Urlaub. Helma, eine Mitarbeiterin aus dem Dorf, ist mit uns gekommen. Sie war schon einmal mit uns auf Urlaub – Maria braucht ja täglich Betreuung, und ohne Begleitung wäre die Reise gar nicht möglich gewesen.

Und schon ging es los! Kaum waren wir auf der Autobahn, begann unser Bus zu scheppern. Und zwar so laut, dass wir zehn Mal angehalten haben, um nach der Ursache zu suchen. Gefunden haben wir sie zwar nicht, aber nach 3 Stunden kamen wir trotzdem am Hotel an. Wir waren schon sehr gespannt, ob das Hotel wirklich so behindertengerecht ist, wie es beworben wurde.
Bei der Anmeldung gab es dann gleich Probleme: anstatt den von uns reservierten 2 Zimmern hatte das Hotel uns nur 1 Zimmer bereitgestellt. Das hieß, Helma musste die 3 geplanten Nächte bei uns schlafen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt, doch wir versuchten, das Beste daraus zu machen.
Dann entdeckten wir, dass unser Zimmer nicht Rollstuhl-gerecht war. Maria konnte nicht einmal allein ins Badezimmer. Doch auch hier fand Helma eine gute Lösung, und war uns eine große Hilfe.

Im Großen und Ganzen war es dann aber doch sehr schön. Wir hatten Halbpension reserviert, was wirklich gut war, weil wir damit immer genug zu essen hatten. Die Kellner im Hotelrestaurant waren alle sehr nett – sie haben uns immer das Essen geschnitten, wenn Helma nicht da war und haben uns schon im Vorhinein Strohhalme und Löffel auf unserem Tisch bereitgelegt.
Am ersten Tag haben wir auch gleich Bekanntschaft mit anderen behinderten Gästen des Hotels gemacht. Besonders gut verstanden wir uns mit einem Mann, der seit einem Schlaganfall nicht mehr sprechen konnte und mit seiner Frau. Es war immer sehr schön mit anzusehen, wie die beiden miteinander umgingen. Sie haben sich offensichtlich geliebt.
Es hat uns sehr gut getan, dass wir die Möglichkeit hatten, alleine raus zu kommen und Helma dann immer für ein paar Stunden frei hatte. Wir haben Ausflüge mit dem Bus gemacht und waren abends oft stundenlang gemeinsam bei dem Leuchtturm am See, der gleich neben dem Hotel steht.

Bevor wir abreisten haben wir uns noch zwei andere Zimmer in dem Hotel angesehen, weil wir gerne in 2 Jahren wieder dorthin fahren würden. Diese waren Rollstuhl-gerecht und hatten Hebelifte für WC und Bad. Außerdem hatten sie auch einen Balkon, was für mich zum Rauchen ideal wäre.

Ich habe Maria während der Reise oft gesagt, dass sie mein Leben bereichert und ausfüllt, dass sie alles ist, was ich mir in den vergangenen zehn Jahren gewünscht habe. Es freut mich, dass sie zufrieden ist mit dem, was ich ihr geben kann. Ich versuche, ihr das Leben so schön wie möglich zu gestalten, selbst wenn es ihr auch genügt, wenn ich einfach bei ihr bin.

Die acht Tage Urlaub waren im Nu vorbei. Es war wirklich schön – und doch bin ich auch froh, wieder zu Hause zu sein. Das Einzige, das mir wirklich fehlt, ist das gute Essen.

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